Heimseite

Geschichte der Burschenschaft Tuiskonia

Zum Vergrößern anklickenDie Burschenschaft Tuiskonia wurde am 14. Oktober 1877 von Burschen der Dresden-Freiberger Burschenschaft Cheruskia, derzeit zu Aachen, in Dresden gegründet, um mit der Gründungsburschenschaft ein Paukverhältnis zu bilden.

Der Name Tuiskonia leitet sich ab von dem schon bei Tacitus erwähnten Wanischen Erdgott Tuisco, von dessen Namen sich auch über Tuisk - Tysk der Name "Deutsch" herleitet. Die Farben der B! Tuiskonia sind Gold-Weiß-Violett.

Im WS 1880/81 wurde die Tuiskonia vertagt, jedoch im WS1883/84 in Stuttgart mit Hilfe der B! Alemannia und Burschen der KB! Arminia, der KB! Teutonia und der KB! Germania wiedereroffnet. Im WS 1887/88 vertagte sie sich erneut, um im WS 1889/90 mit Unterstützung der Karlsruher Teutonen in Dresden wieder zu eröffnen. Auch dort wurde sie im WS 1890/91 wieder vertagt, konnte jedoch nach der Vorarbeit von Karlsruher Arminen sowie Darmstädter Friesen und Germanen am 4. März 1895 erneut wieder aufmachen. Auf Veranlassung der Karlsruher Arminen und Germanen übersiedelte sie nach einem Streit um das Maturitätsprinzip endgültig nach Karlsruhe, wo am 10. Nov. 1896 der Kneipbetrieb aufgenommen wurde. 
Im Jahre 1903 bezog die Burschenschaft Tuiskonia dann das Haus in der Kornblumenstr. 9, das von dem damaligen Aktiven Constabel (Spitzname "Rothschild") finanziert worden war und 1905 von der Altherrenschaft übernommen wurde.

Seit 1914 gehörte die B! Tuiskonia dem Rüdesheimer Verband Deutscher Burschenschaften an, der 1919 mit dem ehemaligen ADC zur Deutschen Burschenschaft verschmolz. Außerdem wurde sie 1951 in den Weißen Verband und 1962 in die Burschenschaftliche Gemeinschaft in DB und DBÖ aufgenommen, deren Vorsitz sie in den Jahren 1978 und 1979 innehatte.
Im Jahre 1930 ging die 1835 gegründete ehemalige Architektenverbindung Vitruvia in der BI Tuiskonia auf. Die Vitruvia, von 1921 bis 1927 ADB - Burschenschaft, wollte vorher als freie Burschenschaft in die DB eintreten, was jedoch bei den damaligen Eintrittsbeschränkungen nicht gelang, sodaß eine Einzelübernahme in die B!Tuiskonia nach der Auflösung der Vitruvia notwendig war. Die Vitruven hatten die Farben Blau - Weiß - Gold und trugen schwarze Samtmützen. 
Nach der Zwangsauflösung der DB bildeten die B! Tuiskonia und das C! Alemannia 1935 die NS- Studentenkameradschaft Oberrhein. 1947 wurde die B! Tuiskonia unter dem Namen Akademischer Verein Rheinland wiedereröffnet, ehe sie nach 1950 wieder mit Namen, Farben und Zirkel in die Öffentlichkeit treten konnte. Nachdem per BGH - Urteil 1954 die Bestimmungsmensur erlaubt wurde, stellten auch die Karlsruber Tuiskonen im Jahre 1956 wieder die ersten Mensuren nach dem Krieg.

Wo steht die Burschenschaft Tuiskonia politisch?

Zum Vergrößern anklicken Die politische Grundhaltung der Burschenschaft Tuiskonia läßt sich aus den Richtlinien der deutschen Burschenschaft (DB) und der eigenen Satzung herleiten: sie fordert den Einsatz der Bundesbrüder für Demokratie und Gerechtigkeit. Die Burschenschaft braucht zu ihrer freien Entfalltung einen funktionierenden Rechtsstaat. An dessen Vollendung mitzuwirken, ist sowohl jedes Mitglied, als auch die Burschenschaft in ihrer Gesamtheit, angehalten. Das große, übergeifende Ziel ist jedoch stets die Vollendung der Einheit des deutschen Volkes im geistig-kulturellen Sinne. Die Freiheit des Einzelnen sowie das Selbstbestimmungsrecht der Völker sind folglich weitere Säulen unseres Selbstverständnisses. All dies bildet den gemeinsamen Nenner aller Bundesbrüder, für welchen jeder Einzelne bereit ist, einzutreten. Die Schwerpunkte, die man dabei setzt, bleiben jedem selbst überlassen, auch welcher Partei man angehört oder den Vorzug gibt. Parteipolitisch nämlich ist die Burschenschaft keineswegs festgelegt und begrüßt intelligente Anstöße von allen Seiten. Wer also nicht ein Mindestmaß an Toleranz mitbringt, wird sich wahrscheinlich auch in der Burschenschaft nicht wohl fühlen.

Warum heute Burschenschafter werden ? 

Zum Vergrößern anklicken Richtiges Verhalten gegenüber Mitarbeitern, Kollegen und Vorgesetzten ist für alle im Beruf stehenden wichtig und in leitenden Positionen unerläßlich. Entsprechendes Verhalten beruht aber nur zum Teil auf angeborenen Qualitäten, vielmehr entwickelt es sich im Laufe eines lebenslangen, bewußten und unbewußten Lernprozesses. Dabei prägen Erfahrungen aus der Zeit der Ausbildung und begleitende Gruppenerziehungen in vielfältiger Weise die Persönlichkeit.

Angesichts mannigfaltiger Ausbildungsdefizite an Universitäten kommt den auf Dauer angelegten Gruppierungen und Vereinigungen an den Hochschulen besondere Bedeutung zu. Unter den in ihren Ursprüngen und Zielsetzungen unterschiedlichen Vereinigungen an den Hochschulen nehmen die studentischen Korporationen dadurch eine Sonderstellung ein, daß sie berufsunerfahrene jüngere und berufserfahrene, ältere Mitglieder jeweils in einem Lebensbund zusammenfassen.

Zu den seit vielen Generationen bewährten Lebensbünden gehören vor allem die Burschenschaften. Ihre Traditionen, Einrichtungen und Veranstaltungen, insbesondere Konvent, burschenschaftlicher Abend, Kneipe, Stiftungsfest, Burschentag u.a. bieten ihren studentischen Mitgliedern ausgezeichnete Möglichkeiten zwangloser Persönlichkeitsbildung und Erlernen demokratischen Verhaltens. Zwischen der Erziehung in der Burschenschaft und beruflichem Erfolg besteht nachweislich ein ursächlicher Zusammenhang. Die Bedeutung von Burschenschaften für die Persönlichkeitsbildung ihrer Mitglieder und für die Entwicklung von Führungsqualitäten läßt sich als wesentliches Ziel burschenschaftlicher Erziehung wie folgt zusammenfassen:

1. Burschenschaften sind selbstgewählte, überschaubare Gemeinschaften mit demokratischer Tradition. 

2. Burschenschaften erziehen ihre Mitglieder zu Respekt vor der Würde des Menschen, zu Toleranz gegenüber Andersdenkenden, zu freiwilliger Übernahme von Pflichten gegenüber der Gemeinschaft sowie zu gegenseitiger Hilfeleistung, zu Offenheit und Ehrlichkeit und zu demokratisch geregelter Konfliktlösung. 

3. In Burschenschaften werden Verhaltensweisen erlernt und Techniken geübt, die für weitere Führungspositionen entscheident sind: Disziplin, freie Rede, sachliche Diskussion und logisches Argumentieren, Organisationsgeschick, sicheres Auftreten und einwandfreie Umgangsformen.

Bundeslied der Burschenschaft Tuiskonia

Text: Bbr. Wieland
Weise: Bbr. Bertelsmann 

Auf ihr Brüder alle, hell mit Jubelschalle sei ein Lied hinaus in alle Welt gesandt!
Daß in Sanges Weise dich ein jeder preise, Gold-Weiß-Violettes Burschenband.

Glänze hell im Golde, Freiheit edle, holde, daß Du stets der Tuiskonen Trachten seist.
Hei, wer will es wagen, uns in Fesseln schlagen, wenn wir stark von Arm und frei im Geist.

Leucht in reiner Hehre, Tuiskonenehre, weiß wie Schnee, von keines Makels Hauch befleckt.
Wer will sich erfrechen, Deiner Hohn zu sprechen, der mag spüren wie die Klinge schmeckt.

Lichte Veilchenbläue mahn uns an die Treue, die der Tuiskone hegt dem Vaterland.
Sei dem Reiche Frieden, sei ihm Kampf beschieden, Ihr stets weiht der Bursche Herz und Hand.

Treue Burschenbrüder, einer Kette Glieder, durch ein Band umschlungen stehn wir einig da.
Wahrn mit Wort und Wehre, Deutschland, Freiheit, Ehre, und's Panier sei Tuiskonia!


Über die Burschenschaft Tuiskonia
Unsere Prinzipien und politische Einstellung
Semesterprogramm
Aus der Aktivitas
Fotos
Archiv
Karlsruher Hochschulen
Kontakt mit Tuiskonia
Gästebuch
Andere Seiten

Tuiskonia Intern
(Zugang nur mit Passwort)

 

Startseite | Tuiskonia | Prinzipien | Veranstaltungen | Aktivitas | Bilder | Archiv | Hochschulen | Kontakt | Gästebuch | Verweise